Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Vierhundert

MM

und

elfte Nacht.

Hassan ging dann fünf Tage weinend und jammernd im Hause umher, ohneetwas zu essen oder zu trinken, bis ihn seine Mutter beschwor, er möge doch aufhörenzu fasten. Aber statt den Trost seiner Mutter anzuhören, sprach er folgende Verse:

Ich habe meiner Seele eine unerträgliche Licbcsbürde aufgeladen. MeineLeiden vermehren sich mit jeder Stunde, ich lebe gedankenlos dahin, undTag und Nacht sind mir ganz gleich; ehemals fürchtete ich den Tod, jetzt aberbetrachte ich ihn als ein Heilmittel."

Erst gegen Morgen schlief Hassan ein wenig ein; da sah er im Traume seineFrau, welche sehr betrübt war und ihre Flucht zu bereuen schien. Hierauf erwachte erwieder und sprach folgende Verse (und wir beten für den Herr» aller Herren):

Dein Bild verläßt mich keinen Augenblick, ich habe ihm den besten Platzin meinem Herzen eingcräumt; ich lebte keine Stunde mehr, wenn ich nichtWiedervereinigung hoffte, und erschiene mir nicht dein Bild im Traume, sowürde ich nie schlafen."

Des Morgens war Hassan noch niedergeschlagener als zuvor, und so lebte ereinen ganzen Monat lang trostlos fort. Dann beschloß er zu seinen Freundinnen zureisen, um bei ihnen Rath zu holen; er schlug die Trommel, da kamen die Kameelc