5Z0 Vierhundert und achte Nacht
und schrie und weinte, bis sie in Ohnmacht fiel. Als sie wieder zu sich kam, sagte sie
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! zur Frau Subeida: „Was bast du gethan, o Herrin!" Diese antwortete: „Ich wußtenicht, daß es solche Folgen haben würde. Hättest du mir ihre Geschichte erzählt, undmich mit ihren Umständen bekannt gemacht, so wäre ich nicht auf meinem Wunschebestanden; ich wußte ja nicht, daß sie fliegen kann, sonst hätte ich sie das Federnklcidnicht anziehen lassen, oder hätte sie die Kinder nicht zu sich nehmen lassen; doch jetzthilft alles Gerede nichts mehr, ich bitte dich daher, mir darum nicht zu grollen." Dadie Alte sich nicht zu helfen wußte, sagte sie: „Ich spreche dich von jeder Schuld frei,"ging wieder nach Hause, schlug sich in's Gesicht, bis sie in Ohnmacht fiel. Und als sicwieder zu sich kam, sprach sie voller Schlecht nach der Prinzessin, den Kinder» undihrem Sohne folgende Verse:
»Eure Entfernung von der Hcimath entlockt mir bittere Thrünen. Ichschreie laut wegen der Glut, welche die Trennungsschinerzen in mir angcfacht,und die Thränc» machen meine Augcnliedcr wund. O, kehrtet ihr doch znrtreuen Liebe wieder, dann würde sich die Zeit für mich verjüngen."
Sie ließ dann drei Grabmäler in ihrem Hause bauen, und weinte arauf Tagund Nacht. Je länger die Abwesenheit ihres Sohnes dauerte, um so unruhiger wardsie, und oft drückte sie ihre Gefühle durch folgende Verse aus:
«Dein Bild schwebt stets vor meinen Augen, stets gedenke ich dein, wennich mich bewege und wenn ich ruhe. Deine Liebe durchströmt alle meine