Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
483
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Dreihundert und meni,id:ie»»,üü>le flacht.

fugte ihnen auch, er habe den Magier nach diesem Schlosse gefragt, und derselbe habegeantwortet:Sprich nicht von diesem Schlosse, es ist von Teufeln und von Jblisbewohnt!" Die Mädchen gcrictben in heftigen Zorn und sagten:Macht uns der

Hund zu Teufeln und Jblis! Bei Gott! wir wollen ihn den schlimmsten Tod sterbenlassen!" Hassan fragte die Jüngere:Wie willst du zu ihm gelangen, um ihn zutödten?" Sie antwortete:Er ist in einem Garten, Musid genannt; dort will ich! ihm den Tod bereiten." Die ältere Schwester aber sprach:Bei Gott! was Hassan^ von diesem Hunde erzählt, ist Alles wahr; doch erzähle ihm nun auch unsre Geschichte,damit er sie auch beherzige." Da sprach die Jüngere:Wisse, mein Bruder, wir sindTöchter eines mächtigen Königs der Djinn, der viele Truppen und Verbündete undabtrünnige Geister zu Dienern hat; seine zwei ältern Brüder sind Zauberer. Er bekamsieben Töchter von einer einzigen Frau, aber aus Dummheit, Stolz und Eifersuchtwollte er ihnen keine Männer geben. Er ließ einst seine Veziere und Freunde kommenund sagte ihnen: Wißt ihr einen Ort, der weder von Menschen noch von Genien

besucht wird, an dem aber doch viele Bäume, Früchte und Bäche sind? Sie antworteten:

Was willst du damit? Da ist der Wolkenberg mit einem Schlosse, das ein Geist

erbaute, der von unserm Herrn Salomon, Sohn Davids (Friede scy mit ihm!), dahinverwiesen worden ist; seitdem er umkam, ist es unbewohnt geblieben, weil es ganzeinsam liegt. Rund herum sind Frnchtbäume, und Bäche fließen dort, deren Wasser-süßer als Honig und frischer als Schnee ist; es hat noch nie ein Aussätziger davongetrunken, ohne sogleich geheilt worden zu sepn. Als mein Vater von diesen, Ortehörte, schickte er uns mit seinen Truppen dahin und ließ uns mit allen nöthigen Speisen ^und Getränken versehen. Unsre fünf Schwestern sind jetzt ans der Jagd in diesem >blumigen Thale, worin unzählbare Gazellen und anderes Wild nmherstreift. Es istnun an uns die Ncibc, für sie zu kochen. Wir haben stets zu Gott gebetet, er möchte

uns doch einen Menschen bescheercn, der uns Gesellschaft leiste; gelobt scy nun Gott, der

uns mit dir zusammengcbracht!"

Hassan freute sich, ward frohen Herzens und dankte Gott, der ihn diesen Weg derRettung geführt und ihm die Herzen zugcneigt. Die Jüngere, die ihn so gut ausgenommen,führte ihn in ein Zimmer, aus dem sie allerlei Stoffe und Teppiche hcrausnahm.Nach einer Weile kamen die übrigen Schwestern von der Jagd und freuten sich, als man! ihnen von Hassan erzählte; sie gingen zu ihm, grüßten ihn und wünschten ihm zu seinerRettung Glück. Er lebte in Freude, Genuß und Liebe, ging mit ihnen auf die Jagd,schlachtete was sie gefangen, und sie freuten sich seiner Gesellschaft. So ward bald sein