Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
463
Einzelbild herunterladen
 

Dreihundert und ucunun-nchtzigUr Rocht.

nur mich. Ich wünsche also von deiner Gnade, daß dn ihrem Vater ein kostbaresGeschenk schickest. Laß den Vezier dasselbe iiberbringen und zugleich um HaiatAlnufus für mich werben. Bei dieser Gelegenheit, theurer Vater, soll er in seinemRange steigen und der größte aller Veziere werden, sowie ich ihm versprochen." SeinVater sagte:Gern," öffnete sogleich seine Schätze und nahm ein schönes Geschenkheraus vou Moschus, Kamphcr, Gold, Silber u. s. w>, so viel, daß man es gar nichtbeschreiben kann, und gab cs seinem Sohne. Dieser war sehr damit zufrieden, ließden Vezier rufen und befahl ihm, cs mitzunehmen und damit für die Prinzessin zuwerben. Er nahm es, ging damit zum König, der, seitdem der Prinz ihn verlassen,in angstvoller Erwartung war, küßte die Erde vor ihm und sagte:Mein König

grüßt dich und läßt dir sagen, daß er deine Tochter für seinen Sohn wünscht!" Der! König sprach:Gern;" der Vezier gab ihm das Geschenk* der König nahm cs an,freute sich dessen und ritt mit seinen Truppen aus. Der große Sultan kam ihmentgegen und grüßte ihn, sie wurden große Freunde und ritten mit einander in dieStadt, wo ein großes Hochzettfest gefeiert ward.

Der mächtige Sultan verweilte noch einige Zeit hier, dann reiste er wieder mitseinem Sohne und Haiat Alnufus in sein Land zurück, und sie lebten vereint inGlück und Freude, bis sie die Gewißheit (der Tod) überfiel. Gelobt sey Gott, derHerr der Welten!

Dann sagte Schehersad: O glückseliger König! was ist das im Vergleich zur

Geschichte des «Hassan aus Bassora und der Inseln

Wak Wak.

Man erzählt nämlich: Es war in früher« Zeiten und längst verflossenen Aeoneni» der Stadt Bassora ein wunderschöner und wohlgewachsencr Jüngling. Man nannteihn Hassan auS Bassora; sein Vater war ein scbr reicher Kaufmann und batte ihmbei seinem Tode viel Geld, Güter und Gärten hintcrlassen, wovon Hassan und seineMutter die einzigen Erben waren. Hassan fing nun an, ein geselliges Leben zuführen, besuchte Frauen und Jünglinge, gab viele Monate lang Mahlzeiten in seinenGärten, und kümmerte sich gar nicht mehr um den Handel, den sein Vater getrieben,sondern dachte nur daran, sein Vermögen zu genießen. Nach einiger Zeit verlor ersein ganzes Vermögen; er hatte schon alle Güter seines Vaters verkauft und es blieb