Dreihundert und dreiundachtzigste Nacht.
ÄlS die Prinzessin dies horte, beugte sie den Kopf lange zur Erde; die Liebebemächtigte sich ihres Herzens, es pochte heftig und sie sprach: „O Amme! vielleicht ist esspäter anders mit ihm geworden, oder vielleicht hat er dir die Wahrheit nicht gestanden."Die Alte antwortete: „Bei Gott! ich habe ihm gesagt, selbst wenn die Geliebte nichterhört, dauert wahre Liebe dennoch fort; er aber hat mir erwidert: Bei Gott! meinHerz denkt nicht mehr daran, denn der erhabene Gott hat meine Liebe in Haß verwandelt."Die Prinzessin schwieg und machte sich Muth, dies half jedoch nichts, denn so wie siewieder einen Blick auf den Prinzen warf, brachten sie seine Schönheit und anmuthsvolleGestalt in Verwirrung, und sie sprach: „O Amme! winke ihm mit der Hand, daßwir ihn näher sehen!" Die Alte antwortete: „Er wird nicht wollen und mich nichtanhören."
Die Prinzessin beugte dann beschämt ihren Kopf zur Erde und enthielt sich! weiterer Bitten, das Feuer der Leidenschaft aber raste in ihrem Inner». Doch machte