Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
434
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Dreihundert und zweiundachtzigste Nacht.

schön, anmuthig und hübsch gewachsen, daß sie ihren Verstand verlor, und die Pfeileseiner Augen ihr Herz verwundeten. Sie wandte sich zur Alten und sagte ihr:O Amme!woher kommt dieser schöne Jüngling mit wunderschönem Wüchse, gleich dem Vollmondeoder einem Lichte in der Dunkelheit?" Die Alte fragte:Wo ist er?" Die

Prinzessin erwiderte:Hier in unsrer Nähe zwischen den Bäumen." Die Alte sah

sich rechts und links um, als wüßte sie von Nichts. Dann sprach die Prinzessin:Wiemag er in den Garten gekommen seyn?"Ich weiß nicht."Wer ist wohldieser junge Mann?"Meine Gebieterin! er ist der, der dir Briefe schickte."BeiGott! meine Amme, er ist ein sehr hübscher Mann, es gibt auf der ganzen Erde keinenschöner»; ist er wohl noch wie er war, oder hat er sich verändert?"Bei Gott!meine Gebieterin, ich bin ihm vor drei Tagen erst auf der Straße begegnet, grüßteihn und fragte nach seinem Befinden; er aber erwiderte mir:Gott war mir gnädigund hat mir gegen alles Dieses Kraft gegeben, d. h. gegen die Liebe, Sehnsucht undVerzweiflung. Es ist ihm, als hätte er sie nie gekannt, und es fällt ihm gar nichts mehrdavon ein, gelobt sey Gott!"

Schehersad schloß mit diesen Worten und fuhr die folgende Nacht fort:

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