Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
427
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Dreihundert und achtzigste Nacht. ^27

Dinar sah, ward ihm leicht zu Muthe; er warnte daher den Prinzen noch einmal, sichgar nicht zu zeigen, und ging fort.

Als es früh Morgens war, kamen die Diener und Sklavinnen zur Prinzessin; siebefahl ihnen, die Thüre zu öffnen, die vom Schlosse in den Garten führte, zog diekostbarsten königlichen Kleider an, aus Seidenstoffen mit Gold gestickt, mit Perlen undRubinen u. s. w. besetzt. Sie war so schön, daß sie Sonne und Mond beschämte.Auf ihrem Kopfe trug sie eine Krone von frischem Aloe mit Gold und Juwelen besetzt;sie legte ihre Hand auf den Hals der Alten, um durch die geheime Thüre in den Gartenzu gehen. Da sah die Alte den Garten voll mit Dienern und Sklavinnen, und sagtezur Prinzessin:O meine Gebieterin! ist das ein Garten oder ein Spital?" DiePrinzessin fragte:Was willst du damit sagen, o Amme?" Diese antwortete:DerGarten ist so mit Dienern und Sklavinnen angefüllt, es sind etwa fünfhundert Dienerund fünfhundert Sklavinnen da, die essen die Früchte, trüben die Bäche, verscheuchendie Vögel, und stören uns in unfern Spielen und Spaziergängen; was bedarfst duihrer? gingest du von deinem Schlosse auf die Straße, so würde deine Würde diesesGefolge nothwendig machen, hierher kamst du jedoch durch die geheime Thüre und keinmenschliches Geschöpf Gottes sieht dich hier." Die Prinzessin sagte:Bei Gott, o Anune!du hast Recht; doch was ist zu thun?" Die Amme antwortete:Ich will die Dienerund Sklavinnen wegschicken." Dies geschah und es blieben nur ihre zwei liebstenSklavinnen bei ihr.

Schchcrsad bemerkte den Tag und fuhr in der folgenden Nacht fort:

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