Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Dreihundert

NMWU

MW

DU W

MMW

MKW

neunundhebenzigste Nacht.

Nls die Alte diesen Plan hörte, gefiel er ihr, und sie freute sich sehr; sie sagte:Bei Gott! weise diesem Freunde eine Stelle mitten in deinem Herzen an; denn dieseHandlung beweist, daß er viel Verstand hat und gut zu rathen versteht; das ist dasWerk eines Fürsten und verdient ein Königreich. Nun, mein Sohn, mache dich sogleichauf, geh in's Bad und ziehe deine schönsten Kleider an, denn es bleibt uns kein andresMittel mehr; geh zum Wächter und mache, daß er dich in den Garten läßt. Bist dueinmal darin, so suche ein Mittel, daß er dir darin zu übernachten erlaubt. Thu' dasaber gleich; denn hört einmal der Wächter, daß die Prinzessin in den Garten

kommt, so darfst du ihm die ganze Welt schenken, er wird dich nicht eintretenlassen, aus Furcht, sie möchte ihn umbringen lassen, und man könnte es ihm

gar nicht übel nehmen. Kämpfe nur dafür, daß du im Garten übernachten darfst,und müßtest du ihn mit Allem, was du besitzest, bestechen! Hast du dies erlangt,so verbirg dich im Garten an dem und dem Platze, bis du mich rufen hörst: o dumit verborgenen Reizen, wir haben nichts mehr zu fürchten! tritt alsdann hervor undzeige deine Schönheit; vielleicht, wenn sie dich sieht, wird ihr Herz dich lieben, duerreichst dein Ziel und deine Qual hat ein Ende." Der Prinz versprach ihr zu