Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
391
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Dreihundert n»d stebenzigstc Iluchl. ^91

Als er nun eines Tages betrübt nnd nachdenkend wie der Vollmond in seinemLaden saß und schon fürchtete, seine Mühe werde vergebens scyn, und nicht wußte,was er anfangen sollte, da kam eine alte Frau mit zwei Sklavinnen hinter ihr undblieb an seinem Laden stehen, sah ihn an, bewunderte seine Schönheit und sagte:Gelobt sey der, welcher diesen Jüngling geschaffen und ihn durch so viele Reizeausgezeichnet hat!" Mit diesen Worten näherte sie sich ihm und grüßte ihn; als er ihrenGruß erwidert hatte, fragte sie:Bist du von hier, mein Freund?" Er antwortete:

Nein, bei Gott! meine Mutter, ich bin zum ersten Mal hier, um die Stadt zu sehen."Sie sagte:Sie wird durch deinen Aufenthalt geehrt; und," setzte sie hinzu,washast du für Waaren bei dir? zeige mir einmal so Hübsches, als du bist, denn werhübsch ist, kann nur Hübsches bringen." Der Prinz fragte sie, was sie wolle? undsie antwortete:Ein Kleid für die Prinzessin, das schönste, das es gibt."

Als der Prinz den Namen der Prinzessin hörte, pochte sein Herz, er sprach keinWort, holte einen Pack herbei und nahm ein Kleid heraus, das tausend Dinar werthwar. Da es der Alten sehr gefiel, fragte sie:Wie theuer, o Vollkommener!" Erantwortete:Es kostet nichts." Sie dankte und fragte noch einmal; er aber sagte:BeiGott! ich nehme nichts von dir und mache es dir zum Geschenke; gelobt sey Gott, der