Dreihundert und sechsundsechzijikc Nacht.
sagte: „Gelobt sey Gott, der dich wohl erhalten! Wo warst du, mein Sohn? deineTrennung hat meine Tochter niedergeschlagen. Komm mit mir herein!" Ich trat mitihm in seine Wohnung. Er hieß mich sitzen, ging zu seiner Tochter und sagte: „O meineTochter! Gott rette dich aus dieser Krankheit!" Sie erwiderte: „O mein Vater! ichwerde nicht eher gesund, bis ich den Geliebten meines Herzens wiedersehe; wäre mirdoch vergönnt, auch nur einen einzigen Blick auf sein Antlitz zu werfen." Er aber sprach:„Ich gelobe, dich mit deinem Geliebten zu vereinigen; geh nur zuerst in's Bad und ißetwas!" Als sie diese Worte hörte, rief sie vor Angst bebend aus: „Sprichst du wahr?"Hierauf sagte der Alte zu seinem Diener: „Geh zu dem Herrn, der eben angckommenist!" Er kam zu mir, und ich trat mit ihm hinein. Kaum hatte das Mädchen micherblickt, o Fürst der Gläubigen! so fiel es in Ohnmacht. Als sic wieder zu sich kam,seufzte sie tief und sprach diese Verse:
„Gewiß, ich habe ihn noch beim Leben gesehen, und crschrack so sehr, daß ichihm nichts erwidern konnte."
Sic setzte sich dann aufrecht und sagte: „O mein Herr! bei Gott! ich habe geglaubt,dich nur im Traume wieder zu sehen!" umarmte mich und weinte heftig. Hierauf sagtesie ihrem Vater: „Geh, reiche mir etwas zu essen." Der Alte freute sich sehr darüber,und brachte ihr Speisen und Getränke; wir aßen und tranken. Ich brachte einige Zeit