Dreihundert und fünsundsechzigste Nacht.
Ach sagte: „Nun, in Wahrheit, wieviel Geld hast du?" Er aber fragte: „Verkaufstdu es?" Ich antwortete: „Ja, wenn du es kaufen willst." Da sagte er: „Ich habedreißigtausend Dinar, verkaufst du es dafür? nimm sie und gib das Amulett." Ichsprach zu den Anwesenden: „Ihr seyd Zeugen. Doch verkaufe ich es nicht, bis du mirsagst, wozu es dient, daß du so viel Geld dafür gibst." Er sagte: „Mache nur den Handelrichtig, dann sage ich eS dir, und Gott bürgt mir für deine Aufrichtigkeit." Ich sagte:„Nun, es sey!" Da freute er sich sehr, nahm das Gold heraus, gab es mir, nahm dasAmulett, hing es um seinen Hals und fragte noch einmal: „Bist du zufrieden?" Ichantwortete: „Ja." Er sagte dann zu den Anwesenden: „Ihr seyd Zeugen, daß erzufrieden ist und den Werth angenommen hat." Er wandte sich hierauf zu mir und sagte:„Bei dem erbadenen Gott! hättest du noch mehr gefordert, ich hätte dir hundert,zweihundert, dreihunderttausend Dinar gegeben." Als ich dies hörte, war mir, alssey ich aus dem Schlafe erwacht, das Blut floß mir aus Augen und Mund, und vondamals an ward ich durch die Bestimmung Gottes, gelobt sey er! so gelb. Ichfragte ihn: „Und wozu dient es ?" Er sagte mir: „Mein Sohn, höre meine Geschichte!"
Es versammelten sich nun mehr als tausend Menschen um uns, und er sprach:„Wisse! Kaschmir, der große König von Jemen, der ein Drittheil der Welt besitzt, ist