Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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MW!

Dreihundert und dreiundsechzigste Nacht.

Ach lebte so, o Fürst der Gläubigen! von einem Monat zum andern, bis ich allmein Geld verschwendet hatte. Eines Tages saß ich bei ihr und dachte, wie ich mich mmvon ihr trennen müsse, und weinte. Sic fragte:Was weinst du?" Ich antwortete:Nebcr unsre Trennung, o Licht meiner Augen!" Sie fragte wieder:Und warum müssenwir uns trennen?" Ich antwortete:Bei Gott! von dem Tage an, als ich zu dir kam,nimmt dein Vater jeden Tag fünfhundert Dinar von mir; nun habe ich aber nichtsmehr. Die Leute sagen: die Armuth macht einen zum Fremden in der Heimath, undder Neichthum ersetzt sie dem Fremden." Sie aber sprach:Wisse, mein Vater istgewöhnt, jedem Kaufmann, der sein Vermögen bei uns verschwendet, drei Tage zuschenken und ihn dann fortzuschicken: fürchte du aber nichts, ich will es so einrichten, daßwir uns nie trennen müssen. Denn wisse, mein Vater ist so reich, daß nur Gott weiß,wieviel er besitzt, und all sein Geld gibt er mir aufzubewahren, ich werde dir jedenTag fünfhundert Dinar geben, die du meinem Vater bezahlst; wie er es mir schickt,gebe ich es dir zurück, und du kannst auf diese Weise, so lange Gott will, bei mirbleiben." Als ich dies hörte, o Fürst der Gläubigen! stand ich auf und küßte ihr dieHand, wir lebten auf diese Weise ein ganzes Jahr fort, bis einst Gott unsre Trennung