Dreihundert und zweiundsechzigste Nacht. Z05
„Sage, hast du nicht Lust zu Hammelfleisch in einem großen Topfe gekocht,das wie Noscnwasser, Moschus und Ambra duftet? Willst du essen, so greife zu,magst du nicht, so bist du ein Narr."
Man brachte uns Wein, das Mädchen aber nahm die Laute und sang; ich verließsie hierauf und ging zu einer Andern, und fuhr so fort bis ich zur Schönsten kam, dieei,, wahres Wunder von Anmuth und Liebenswürdigkeit war. Eines Abends hörte ichein großes Geschrei, fragte, was es wäre, und man sagte mir: „Alle Bewohner derStadt fahren auf dem Flusse spazieren." Der Alte aber sagte mir: „Mein Sohn, wenndu willst, so kannst du Alles von hier aus sehen." Ich stieg daher mit ihm auf dieTerrasse, von wo ich eine Menge Volk mit Wachslichtern und Fackeln in großem Gedrängesah. Als ich an das Ende der Terrasse kam, sah ich einen schönen Vorhang vor
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einer schönen Wohnung; mitten in der Wohnung war ein Sopha von Cppressenholzmit Gold belegt und dazu passenden Kissen und Matrazen, und ein Mädchen saß darauf,ich hatte nie ein schöneres in meinem Leben gesehen. Neben dem Mädchen stand einJüngling, der seine Hand um ihren Hals geschlungen hatte und sie küßte; als ich diessah, o Fürst der Gläubigen! da war ich nicht mehr Herr meiner selbst und wußte nicht