Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
362
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Zß2 Dreibunds. und kinun-scchzlgstc Uacht.

antwortete:Was beliebt, o Fürst der Gläubigen?" Dies wurde ihm nämlich gesagtwährend das Mädchen sang. Der Chalif sprach:Ich möchte wissen, ob das Gelbein deinem Gesichte dir angeboren, oder ob es Folge einer Krankheit ist?" Erantwortete:O Fürst der Gläubigen! erst später ist es an mich gekommen."Und wie so?erzähle mir, vielleicht kann dir durch mich geholfen werden." Der junge Mann sprach:Höre mich an, ich will dir es erzählen. Wisse, o Fürst der Gläubigen! ich bin einKaufmann aus der Stadt Aman; mein Vater war auch Kaufmann, besaß viele Güterund trieb einen großen Seehandel; er war ein edler Mann, lehrte mich schreiben undwas sonst der Mensch wissen soll.

Einst saß ich in meiner Wohnung mit mehreren Kaufleuten, da kam mein Dienerund sagte:Herr! es ist ein Mann an der Thüre', der um Erlaubniß bittet, vorgelassenzu werden;" ich erlaubte es ihm und er kam mit einem Träger, der e nen zugcdecktenKorb auf dem Kopfe hatte, den er vor mir niedersetzte. Als ich ihn aufdeckte, fand ichseltene Früchte darin; ich dankte ihm, gab ihm hundert Dinar, auch dem Trägerseinen Lohn; er ging fort und wünschte mir viel Glück. Ich theilte die Früchte unterdie Anwesenden, und fragte die Kaufleute, wo diese Früchte Herkommen? Sie sagten:von Bassora, beschrieben mir die Stadt und fügten hinzu:Es gibt in der Welt keineangenehmere Stadt als Bagdad, und keine bessere und wohlgesittere Leute als dieBewohner derselben." Ich hatte keine Ruhe mehr, so groß ward meine Sehnsucht,dahin zu reisen; ich verkaufte zuerst meine Güter und meine Schiffe für hunderttausendDinar; dann meine Sklaven und Sklavinnen, und mein Vermögen belief sichauf eine Million Dinar, außer den Juwelen und Edelsteinen. Ich bestieg ein Schiff, ließAlles darauf bringen und reiste nach Bassora, wo ich einige Zeit verweilte; ich verkauftezuletzt auch dieses Schiff und miethete ein anderes, auf das ich mein Vermögen brachte,und fuhr damit nach Bagdad. Daselbst angekommen, fragte ich, wo die Kaufleutewohnen? und man sagte mir: in einem Quartiere, Karch genannt; ich ging dahin,miethete ein schönes Haus in der Safranstraße, ließ Alles, was ich bei mir hatte,dahin bringen, und lebte dort recht angenehm. Eines Tages, es war Freitag, begab ichmich in die Moschee, um zu beten; als dies geschehen war, ging ich mit den Leuten herausnach einem Orte, Kirn Asserat genannt, und sah daselbst ein altes Haus mit Altanennach dem Ufer hin und eisernen vergoldeten Gittern. Die Leute gingen alle nach diesemGitter zu, ich folgte der Menge und sah einen schönen alten Mann vor demselben sitzen,kostbar gekleidet, fein parfumirt, mit einem Barte, der wie zwei Silberstangen sich überseiner Brust zertheilte; vier Sklavinnen und fünf Sklaven umgaben ihn zu seiner