Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert und sechzigste Nacht.

WM

Äls der Chalif dies hörte, erstarrte er und sprach:O JShak! was sagst du zu dieserStimme?" Jshak, der Gesellschafter des Chalifen, war nämlich der geschicktesteLautenspieler seiner Zeit. Er antwortete:O Fürst der Gläubigen! mein Ohr hatnie so etwas Vortreffliches gehört; hinter dem Vorhänge hören wir jedoch nur die Hälfte:wie muß es erst in der Nähe seyn?" Der Chalif, der das weibliche Geschlecht liebte,sagte:Kommt, wir wollen uns beim Herrn des Hauses als Gäste melden, vielleichtsehen wir sie dann, wie sie vor uns singt."

Wir stiegen so erzählt nämlich der Barmekide Djasar aus dem Nachen,klopften an der Thüre des Hauses, aus welchem der Gesang kam, und baten umErlaubniß hineinzukommen. Es trat hierauf ein hübscher beredter junger Mannzu uns heraus und sagte:Willkommen, ihr vornehme Herren! kommet herein undmacht es euch bequem!" Er führte uns in ein Haus, das nach vier Seiten freistand;die Decke der Zimmer war golden und die Wände waren mit Lasursteinen gemauert;man sah darin einen großen Saal mit einem Sopha von Elfenbein und Ebenholz,mit dazu passenden Matrazen und Kissen. Auf demselben saßen fünf Mädchen wie der