Dreihundert und sechsundlünfnMe Nacht.
Echehersad erzählte weiter: Der König rief seinem Bezier und rüstete ihnmir allerlei Geschenken aus; auch befahl er ihm, zum König Schamech zu gehen undden Prinzen Uns Alwudjud von dort zu holen, und setzte hinzu: „Sage ihm, ich wolle ihmmeine Tochter zur Frau geben; und bringst du mir ihn nicht, wirst du von deiner Stelleentsetzt." Der Vezier nahm Alles, was ihm der König gab, durchwanderte die Wüstein der ränge und in der ^Breite, bis er in das Land des Königs Sch am eck' kam.Als der König seine Ankunft erfuhr, ließ er ihn drei Tage lang bewirthcn und amvierten Tage zu sich kommen; der Vezier aber überreichte ihm den Brief und dieGeschenke des Königs Derbas. Als der König Schamech den Brief gelesen hatte undden Namen Uns Alwudjud darin las, weinte er heftig und sagte zum Vezier:„Wo ist Uns Alwudjud? bring' mir ihn und nimm was du willst!" Er sprachdann folgende Verse:
„Gebr mir meinen Freund wieder, ich brauche kein Geld, ich will den,dessen Anmuih der Mond meines Fimmels war, keine andere Geschenke »ndkeine Menschen. Sein Blick ubertraf an Lieblichkeit den einer Gazelle, seinWuchs war ein Zweig des Ban, ich habe ihn groß gezogen, schon als Kind warer mein Liebling und der Ster» meines Auges, und nun tranrc ich seinetwillen."