Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Dreihundert und fiinfun-fünfzigste Nacht.

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Äls sie diese Verse vollendet hatte, verfiel sie in den heftigsten Schmerz; sie zogihre kostbarsten Kleider und Edelsteine an, band dann mehrere Tücher an einander,befestigte sie an dem Altan des Schlosses und ließ sich daran auf die Erde herunter;sie erreichte glücklich den Boden und ging auf der Insel fort, bis sie an'S McereSuferkam, wo sie einen Fischer auf einem Kahne erblickte, den die Bestimmung und der Winddahin getrieben. Als er sie sah, erschrack er und entfloh; sie winkte ihm und sprachfolgende Verse:

O Fischer! fürchte nichts Böses von mir, Venn ich bin ein Mensch ausFleisch wie du, rathe mir in meiner Verlegenheit und sprich Wahrheit. BeiGott, habe Mitleid mit mir! Sage mir, hast du den gespaltenen Mondgesehen? Bei Gott! sobald er die Blicke meines Geliebten sah, sprach er:

Ich bin geringer als er, und entschuldigte sich bei ihm. Die Schönheit hat einekurze Zeile mit Moschuspulver auf seine Wangen geschrieben: Wer das Licht derLeitung sieht, der wird den rechten Weg wandeln; wer von ihm abweicht, istein Ungläubiger. Magst du dich auch meiner erbarmen, oder mir neue Schmerzenverursachen, immer sep dir dein Lohn gewiß. Er gleicht am meisten denglänzendsten Perlen und feinsten Edelsteinen; vielleicht aber liebe ich doch einenMann, dessen Herz dem meinigcn in Gram und Sehnsucht antwortet."