Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

HI2 Drei!,lindert »nd viermidvrerzigstc Nacht

dir nicht verschlossen scyn; ' sieb, so eben ist eine hübsche Frau mit ihrer Tochterunsere Stadt gekommen, an denen noch Spuren früher« Glücks und Wohlstandes sichtbarsind; ihre Kleidung ist rauh und ärmlich, ihre Augen weinen und ihr Herz ist betrübt.Ich habe sie dir gebracht, damit du sic beherbergest und sie vor dem Betteln bewahrest."Sic antwortete:Du machst mir Lust, sie zu scheu, wo sind sic?" Er erwiderte

freudig:Ich will sie dir herfübren," und brachte sie wirklich in das Zimmer, wo

auch Kut Alkulub war. Als diese Ghanems Mutter und Schwester sah und sehr

''l VW

ch.M

NMH-

MM

schön fand, hatte sie Mitleid mit ihnen und sprach:Bei Gott! das sind vornehme

Frauen, man sieht es ihnen wohl an." Die Frau des Aufsehers sagte:Wir lieben

die armen Leute des himmlischen Lohnes willen. Wer weiß, ob nicht die Tyranneidiese überfallen, ihre Güter geraubt und ihre Wohnung verwüstet hat." Die beidenFrauen weinten dann heftig, dachten an ihren frühern Wohlstand und ihre jetzigeArnmth, erinnerten sich an Ghanem, weinten und Kut Alkulub weinte mitihnen. Die Mutter Ghanems aber sprach:Wir beten zu Gott, daß er uns mit demvereinige, den wir aufsuchen, nämlich mit meinem Sohne Ghanem, Sohn Jjubs."Als Kut Alkulub dies hörte, wußte sic, daß die eine Frau die Mutter ihres Geliebten,

' Man ist in Europa der irrigen Meinung, daß die imchamedanischc Religion den Frauen dasParadies verschließe.