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geplündert worden, nnd erzählte dein Chalifen, was vorgcfallen. Der Challf ließKut Al kn ln b in ein finsteres Gemach sperren, gab ihr eine alte Frau, mit demBefehle, sür ihre Bedürfnisse zn sorgen; er schrieb dann einen Befehl an den Statthaltervon Damaskus, Mohamed, Sohn Suleimans, folgenden Inhalts: „Bei Empfang
dieses Befehls nimm Ghanem, Sohn Jjubs, fest und sende ihn mir!" Als dieserden Befehl erhielt, küßte er ihn, legte ihn auf sein Haupt, und ließ auf allen Straßenausrufen: „Wer plündern will, der gehe in das Haus G Hane ins." Sie gingen in
sei» HauS und fanden daselbst seine Mutter und seine Schwester, die ihm schon einGrab gemacht hatten und über ihn weinten. Sie wurden ergriffen und ihr Hausgeplündert, ohne daß sie wußten, warum. Dann wurden sie zum Sultan geführt, dersie nach ihrem Sohne Ghanem fragte. Sie antworteten ihm: seit einem Jahre hättensie nichts mehr von ihm gehört; worauf sie wieder nach Hause geführt wurden.
Was aber den liebeskranken Ghanem angeht, so hatte er, als er seines Glücksberaubt ward und über seine Lage nachdachte, so lange geweint, bis ihm fast das Herzsprang und er auf sein Gesicht zu Boden stürzte; dann reiste er weit umher, bis ereinst müde und hungrig in ein Dorf kam. Er ging daselbst in die Moschee, setzte sichaus einen Teppich und lehnte sich an die Wand an; in dieser Lage blieb er bis denandern Morgen, sein Herz aber klopfte ihm vor Hunger, vom vielen Schweiß war seineHaut mit Läusen bedeckt, die Reinigung fehlte ihm und er war unkenntlich geworden.
Als Morgens die Leute aus dem Orte zum Morgengebet kamen, fanden sie ihnsehr schwach und leidend vor Hunger, doch sah man an ihm noch Spuren eines früher»Wohlstandes. Als sie ihr Gebet verrichtet hatten, brachten sie ihm Wasser, womit erHände und Füße wusch; sie .brachten ihm auch ein altes Kleid, an dem die Aermelzerfetzt waren, zogen es ihm an und sagten ihm: „Fremder! woher bist du, und warumbist du so schwach?" Er öffnete seine Augen und weinte, antwortete aber nicht; alsEiner von ihnen merkte, daß er hungrig war, brachte er Honig und Brod, und er aßdavon ein wenig. Sie blieben dann bei ihm sitzen bis die Sonne aufging, dannbegaben sie sich zur Arbeit. Ghanem blieb so einen Monat bei ihnen und wardimmer schwächer und kränker. Die Leute weinten über ihn und beschlossen unter einander,ihn nach Bagdad in's Spital bringen zu lassen. Während dies vorfiel, kamen zweiBettlerinnen zu ihnen; diese waren seine Mutter und seine Schwester. Als Ghanemsie sah, gab er ihnen das Brod, das er neben sich liegen hatte, und sie brachten die Nachtbei ihm zu, ohne daß er sie erkannte. Am folgenden Tag kamen die Bewohner jenesLrcs mit einem Kameele und seinem Herrn, und sagten diesem: „Lade diesen Kranken