Dreihundert und funsundzwanzigste Nacht. 247
Tage zu einer mörderischen Schlacht mit den Truppen des blauen Königs aus, bisLetztere geschlagen und die Uebrigen nebst dem König und den Großen des Reichs gefangenund gefesselt vor den König Schahban gebracht wurden. Er fragte den König: „Osag' an! wo ist der Mensch, mein Gast?" Er antwortete: „O Schahban! du bist einDjinn und ich auch, verfährst du so mit mir wegen eines Menschen, der meinen Sohnerschlagen hat, das Innerste meines Herzens, meinen Geist? Darum übst du solcheFeindschaft gegen mich und vergießest das Blut so vieler Djinnen?" Schahban versetzte:„Weißt du nicht, daß in den Augen Gottes ein Mensch besser ist, als tausend Djinnen?Laß nun diese Reden! lebt er noch, so bringe ihn her, und ich lasse dich und alle dieDeinigen frei ziehen; hast du ihn aber getödtet, so werde ich dich schlachten und deinHaus verwüsten!" Der blaue König sagte: „O König! er hat mir Böses gethan, erhat meinen Sohn umgebracht!" Sch ahban aber erwiderte: „Dein Sohn war einTyrann, er hat Prinzessinnen entführt, sie in ein festes Schloß gebracht und ihre Keuschheitverletzt!" Da sagte der blaue König: „Nun, so laß uns Frieden schließen!" Sie schlossenFrieden, und der blaue König machte Schahban Geschenke; man schrieb SeifAlmuluk einen Freibrief wegen des Mordes des Sohnes des blauen Königs, und eswurden drei Tage lang große Mahlzeiten gegeben. Dann nahm er (Schahban)Seif Almuluk und brachte ihn seiner Mutter, die sich sehr darüber freute. Auch