Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
241
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Dreihundert und dreiundzwanzigste Nacht. 241

diesen jungen Mann hicher gebracht, er ist der Sohn des Königs von Egypten, der indas feste Schloß gedrungen, den Sohn des blauen Königs umgcbracht, Dawlct CH «tunbefreit und unbeschädigt ihrem Vater zurückgebracht hat; man hat ihn dir geschickt,damit du ihn sehest, die gute Nachricht von ihm hörest, und ihm Wohlthaten erzeigest;bei Gott, meine Gebieterin! ist er nicht ein hübscher Junge? Wenn sie dann: Ja!antwortet, so sage: Er besitzt alle gute Eigenschaften, ist sehr tapfer, ist Beherrscherund König von Egypten, und umfaßt alle schöne Tugenden. Wenn sie dann fragt:Was will er? so antworte: Meine Gebieterin läßt dich grüßen und dir sagen: Wie langewillst du deine Tochter noch ledig ohne Gemahl lassen? wie lange soll sie noch alleinbetrübt leben? warum verheirathest du sie nicht, so lange du noch lebst,' wie es andreMütter mit ihren Töchtern thun? Hierauf wird sie dir antworten: Was soll ich thun?sobald sie Jemanden kennt, den sie liebt, so erkläre ich, daß ich mich ihrem Willen nichtwidersetzcn werde; sage dann: O meine Gebieterin! du hast deine Tochter dem HerrnSalomon, Friede scy mit ihm! verheirathen wollen, er hat aber keinen Gefallen anihr, und hat das Kleid dem König von Egypten geschickt, der cs seinem Sohne geschenkthat. Als dieser es öffnete und ihr Bild sah, liebte er sie so heftig, daß er seinKönigreich, seinen Vater, seine Mutter und die ganze Welt verließ mit Allem, wasdarauf ist, und in der Welt herumwanderte, um sie aufzusuchen; er hatte allerleiGefahr und Schrecknisse ertragen, bis er in das feste Schloß kam, wo er den Sohndes blauen Königs getödtet, und Dawlet Chatun, die Schwester meiner Gebieterin,ihren Leuten wieder zurückgebracht; sie hat dann Alles so veranstaltet, bis er hierhergekommen; du sichst nun, wie schön und liebenswürdig er ist; das Herz deiner Tochterbäiigl an ihm, wenn du also willst, so gib ihr ihn zum Gemahl; er ist ja ein sehrhübscher Junge und König von Egypten, und ihr könnt keinen Bessern finden. Wennihr sie diesem Jünglinge nicht geben wollt, wird sie sich umbringen, und nie mehr,weder einen Menschen noch einen Djinn, heirathen. Thu' nun Alles, o meine guteMurdjana! um ihre Einwilligung zu erhalten; und wenn sie cinwilligt, so bist duim Angesichte Gottes frei; sprich zu ihr mit Schonung, vielleicht willfährt sie meinemWunsche, dann wird mir Niemand theurer seyn als du." Murdjana antwortete:O meine Gebieterin! bei meinem Haupte und meinen Augen! ich werde dir dienen undnach deinem Willen handeln." Mit diesen Worten ergriff sic Seif Almuluk, nahm ihnauf die Schultern, und sagte:O Prinz, schließe deine Augen!" Seif Almuluk schloßseine Augen, und nach einer guten Weile sagte sie ihm:O Prinz, öffne deine Augen!"Er öffnete seine Augen und sah den Garten Jrem vor sich. Die Sklavin aber sagte:Geh

Tausend und eine Nacht. II.

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