Dreihundert und zwölfte Nacht. 20?
so daß alle angewandte Mittel der Prinzessin, ihn zu gewinnen, fehlschlugen. Als siedies endlich müde war, zürnte sie ihm und den Mamelucken, und zwang sie, ihrzu dienen; so ging es vier Jahre fort. Seif Almuluk ward diesen Zustand sehrüberdrüßig und ließ die Prinzessin bitten, sie frei abziehen zu lassen und ihrebittern Qualen zu erleichtern. Die Prinzessin ließ ihn zu sich kommen und sprach zu ihm:„O Seif Almuluk! wenn du mein Gemahl wirst, so trete ich dir mein Königreichab und du kannst damit und mit mir nach Gefallen thun!" Sie erschöpfte alle Bitten;aber Seif Almuluk gab ihr kein Gehör- Endlich sagte sie ihm: „Fahre fort, mir
zu dienen, bis du nachgibst!" und so blieb Alles mit ihm und seinen Mamelucken wievorher. Die Bewohner der Insel kannten sie als Vögel der Prinzessin, und Niemandgab ihnen ein böses Wort; die Prinzessin aber war ruhig, denn sie wußte, daß siekeine Mittel finden würden, sich aus dieser Insel zu retten.
Schehersad hielt inne und erzählte folgende Nacht weiter: