Dreihundert »nd elfte Tlncht. ^05
geschehen seyn!" Als Seif Almuluk diese Worte hörte, entfloh er mit seinen übrigenBegleitern auf das Schiff, ohne einmal Früchte mitzunehmen. So brachten sie wiedermehrereTage zu, da entdeckten sie abermals eine Insel; als sie dort landeten, fanden sieeinen hohen Berg, sie bestiegen ihn und sahen einen Wald mit vielen Bäumen, woraufsich gute Früchte befanden, von denen sie aßen; da kamen auf einmal nackte Menschenzwischen den Bäumen hervor, deren jeder fünfzig Ellen lang war, ihre Vorderzähnewaren wie die eines Elephanten und wuchsen ihnen zum Munde heraus. Einer vonihnen saß auf einem schwarzen Stück Filz auf einem Felsen, ihn umringten vieleSchwarze, welche in seinem Dienste waren; diese fingen den Seif Almuluk und seineMamelucken ein, brachten sie zu dem Sitzenden, legten sie vor ihn hin und sprachen:„Großer König! wir haben diese Vögel zwischen den Bäumen gefunden." Da der
König gerade hungrig war, ließ er zwei Mamelucken schlachten und aß sie. Als SeifAlmuluk dies sah, fürchtete er sich, weinte, und ibm bangte um sein Leben. Als sieder König weinen hörte, sagte er: „Diese Vögel haben eine schöne Stimme; macht
jedem einen Käfig, sperrt sie hinein und hängt sie über meinem Kopfe auf, damit ichihre Stimmen hören kann!" Sie thaten, wie er gesagt, und so wurden SeifAlmuluk und die Mamelucken in Käfige gesperrt; man gab ihnen zu essen und zutrinken; bald weinten sie, bald sangen sie, so, daß der König der Schwarzen an ihrerStimme Freude hatte. Vier Jahre brachten sie in den Käfigen zuSchehersad hielt inne und fuhr die folgende Nacht weiter: