Dreihundertste Nacht.
bald zeigen. Seine Frau aber, welche eines Tages ruhig da saß, wurde überrascht,denn es bewegte sich das Kind in ihrem Leibe; sie ließ einen ihrer ältesten Dienerkommen und sagte ihm: „Lauf' schnell zum König und sage ihm, wo er auch sepn
mag: Herr! meine Herrin ist wirklich gesegnete» Leibes, denn schon bewegt sich das
Kind darin." Der Diener lief freudig zum König, der allein und betrübt saß, dasGesicht auf die Hand gestützt und nachsinnend, ob wohl die Speise auf seine Frau diegehoffte Wirkung haben werde oder nicht. Der Diener küßte die Erde vor ihm undsagte: „Ich bringe dir gute Nachricht, Herr! meine Gebieterin ist gesegneten Leibes,das Kind bewegt sich darin, sie hat schon Schmerzen und sieht blaß aus." Alsder König dies hörte, sprang er vor Freude auf, küßte die Hand des Dienersund seinen Kopf und machte ihm ein Geschenk. Er sagte dann zu den Großen seines
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Reichs, die dazu kamen: „Wenn ihr mich liebt, so erweiset ihm Gutes und schenktihm Geld, Edelsteine und Rubine, Maulesel und Pferde, Güter und Gärten." Dieschenkten dem Diener Unzählbares. Zur nämlichen Zeit trat der Vezier herein und sagte:„O Herr! ich saß allein zu Hause und dachte über die Wirkung der Speise nach, dieich meiner Frau vorgesetzt hatte, da kam ein Diener zu mir und kündigte mir an,meine Frau spüre nun, daß sie gesegneten Leibes sey, denn das Kind habe sich schon