Iweihundert
achtundneunzigste Nacht.
Äsaf fragte nun: „Und was für einen Gott betet ihr denn an?" Der VezierFares antwortete: „Wir beten die Sonne vor allen andern Gestirnen an; doch kannsie gewiß nicht Gott seyn, denn sie geht ja unter, während Gott über Alles wacht."Sie reisten dann langsam fort, bis sie nach der Residenz kamen. Da befahlSalomon allen wilden Thieren, sich nach ihren verschiedenen Gattungen in Reihenaufzustellen; dann erschienen noch mehrere Abtheilungen Geister, in den verschiedenstenund furchtbarsten Gestalten, und stellten sich gleichfalls in Reihen; so noch die Vögel,welche in den mannigfaltigsten Sprachen und Dialekten redeten. Als die Egyptierdahin kamen, fürchteten sie sich und wagten es nicht, weiter zu gehen. Asaf abersprach zu ihnen: „Geht nur vorwärts und fürchtet euch nicht! denn alle diese sindDiener Salomons, eines Sohnes Davids, Friede sey mit ihm! und es wird euchNiemand etwas zu Leide thun." Asaf mit seinem ganzen Gefolge gingen dannfurchtsam zwischen ihnen durch in die Stadt, wo sie in ein für fremde Gäste bestimmtesHaus geführt wurden; man erwies ihnen drei Tage lang viele Ehre; Festlichkeiten undMahlzeiten wurden ihretwegen veranstaltet. Nach drei Tagen stellte sie Asaf demKönig Salomon, Friede sey mit ihm! vor. Als sie in den Saal traten, wolltensie die Erde vor ihm küssen, aber Salomon gab es nicht zu und sagte: „Nur vor-
dem erhabenen Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, ziemt es sich, daß