Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Zweihundert und sechsundneunzigste Nacht.

Äls der König wieder zu sich kam, küßte der Vezier die Erde vor ihm und sagte:O König der Zeit und der Welten! was bedeutet dieses Weinen und dieses Seufzen?Sage mir, welcher König der Erde hat dir Unrecht gethan? oder welcher Herr vonVesten und Schlössern? oder welcher Große des Reichs? Sage mir, wer hat sichdeinen Befehlen widcrseht, daß wir uns gegen ihn aufmachen und ihm das Herz ausseinem Leibe reißen?" Der König antwortete nicht, und hob auch seinen Kopf nicht indie Höhe. Der Vezier küßte dann die Erde wieder und sagte: ,,O Herr! ich bin dochwie dein Sohn und dein Sklave, ich habe dich auf meinen Armen getragen; wenn ichdeinen Zustand, deinen Gram und deinen Schmerz nicht kennen darf, wer soll ihndann kenne»? Wer kann meine Stelle bei dir vertreten? Sage mir, warum duweinst und so traurig bist?" Aber der König sprach kein Wort, öffnete seinen Mundnicht und hob den Kopf nicht in die Höhe, sondern weinte immer fort; der Vezier sahihm eine Weile zu, dann sprach er:O König! wenn du mir nicht sagst, was dirgeschehen, so bringe ich mich um und stoße mir lieber dies Schwert in's Herz, als daßich dich länger so betrübt sehe." Der König hob dann seinen Kops in die Höhe,trocknete seine Thräncn und sagte:O verständiger und wohlrathender Vezier! überlasse