182 Zweihundert und vierundiieunzrgfte flacht.
den beiden Todten zur Seite saß, sagte: „Bei dem Grabe des Gesandten Gottes (Gott
sey ihm gnädig und bewahre ihn!) und bei dem Grabe meiner Väter und Vorväter!wenn Jemand mir sagt, wer von ihnen Beiden zuerst gestorben ist, will ich ihm ^tausend Dinar geben!" Als Abul Hassan dies hörte, sprang er schnell auf und!
sagte: „Ich war es, der zuerst starb, Fürst der Gläubigen! halte nun deinen Eid undgib die tausend Dinar her!" Dann stand auch Nasbat Alfuad auf und trat zumChalifen und zu der Frau Snbeida vor, die sich sehr freuten, Beide wohl zu sehen; siewünschten ihnen Glück zu ihrer Genesung und merkten wohl, daß ihr Tod nur eineList war, um Geld zu bekommen. Aber die Frau Subeida machte Nashat AlfuadVorwürfe und sagte ihr: „Du hättest ja auf eine andere Weise von mir fordern
können, was du brauchtest, ohne mein Herz so zu betrüben." Nashat Alfuadantwortete: „Ich schämte mich, meine Gebieterin!" Der Chalif fiel aber vor Lachenfast in Ohnmacht und sagte: „Abul Hassan! Du bist einer der Ausgelassenen und
machst immer tolles Zeug!" Abul Hassan antwortete: „Fürst der Gläubigen! Ichhabe nach dieser List gegriffen, wie alles Geld, das du mir gegeben, dahin war; dennich schämte mich, wieder von dir zu fordern; schon wie ich allein war, sparte ich keinGeld; nun, da du mir diese Sklavin zur Frau gegeben, würde ich dein ganzesVermögen durchbringen, wenn ich es besäße. Ich habe daher, als Alles aufgczchrt war,diese List gebraucht, um hundert Dinar und ein Stück Seidenzeug zu erlangen; Allesals Mildthätigkeit unsers Herrn (des Chalifen)! Nun aber halte schnell deinen Eidund gib mir tausend Dinar!" Der Chalis und die Frau Subeida lachten und kehrtenwieder in's Schloß zurück; der Chalif gab dem Abul Hassan die tausend Dinar undsetzte hinzu: „Nimm sie als Beisteuer zu deiner Genesung vom Tode!" Die FrauSubeida gab auch Nashat Alfuad tausend Dinar und sagte ihr: „Nimm sie alsGeschenk deiner Wiederauferstehung vom Tode!" Dann ließ der Chalif die Einkünfteund Besoldung von Ab ul Hassan erhöhen, und sie lebten in Lust und Freuden fort,bis der Zerstörer alles Vergnügens, der Trenner aller Vereinigung, der Verwüster allerSchlösser, und der, der die Gräber bevölkert, sie überfiel.
Hier endigte Schehersad ihre Erzählung, und als ihr der Schah, entzückt vonderselben, erlaubt hatte, weiter erzählen zu dürfen, begann sie in der folgenden Nachtvon Neuem:
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