150 Zweihundert und uchiunduchtzigste Nacht
zu seiner Beerdigung, und laß ihn fortbringen. Du nimmst dann die hundert Dinarund das Stück Seidenstoff und kommst zu mir. Ich stehe dann auf und du legst dichan meinen Platz; drauf gehe ich zum Chalifen und sage ihm: Mögest du leben fürNashatAlfuad! Ich zerreiße dann meine Kleider, zerraufe meinen Bart. Er wird
dann über dich trauern, seinem Schatzmeister befehlen, mir hundert Dinar und ein
Stück Seidenstoff zu geben, und mir sagen: Geh, mache die Anstalten zu ihrer
Beerdigung und laß sie fortbringen! und so komme ich dann wieder zu dir." NashatAlsuad freute sich über den Vorschlag und sagte: „Es ist wahr, diese List ist
vortrefflich!" Sic drückte ihm dann die Augen zu, band ihm die Füße zusammen,bedeckte ihn mit einem Tuche und that, wie ihr Herr ihr gesagt hatte. Sie zerriß ihr
Kleid, entblößte ihr Haupt, ließ die Haare aufgelöst flattern und ging zur Frau
Subeida, wo sie schrie und weinte. Als die Frau Subeida sie in diesem Zustande sah,fragte sie: „Was bedeutet dein Weinen? Was ist dir geschehen?" Sie antwortete
weinend und klagend: „Mögest du lange für Abul Hassan leben, Herrin! denn erist todt." Die Frau Subeida ward sehr betrübt darüber und sagte: „Der arme Ab ulHassan!" und weinte ihm eine Thräne. Dann befahl sie ihrer Schatzmcisterin, anNashat Alsuad hundert Dinar auszuzahlen und ihr ein Stück Seidenstoff zu geben;und sagte zu Nashat Alsuad: „Geh, statte ihn aus und laß ihn beerdigen!"
Nashat Alsuad nahm die hundert Dinar und das Stück Seidenzeug und ging