Zweihundert und achtzigste Nacht.
er und sah sich verwundert um, bald nach den azurnen und vergoldeten Wänden, baldnach der Decke, die ganz golden war; er sah viele Zimmer rings umher, die mitseidenen, goldgestickten Tapeten behängen waren; allerlei goldene und krpstallene Gefäßevon chinesischer Arbeit, schöne Betten und Teppiche auf den Böden ausgebreitet,breunende Lampen, die von Ambra dufteten, und eine Menge von Sklavinnen, Dienern,Mamelucken und hübschen Knaben, die ihn umringten. Abul Hassan ward ganzverwirrt und sagte: „Entweder ich träume, oder dies ist daö Paradies und die Wohnungdes Friedens." Er drückte dann die Augen wieder zu und legte sich nieder. Da sagteihm ein Diener: „Herr! Fürst der Gläubigen! Es ist doch sonst nicht deine Gewohnheit,so lange zu schlafen!" Es nahten sich darauf alle Sklavinnen des Schlosses und richtetenihn sanft auf. Er befand sich auf einem hohen Bette, das ganz mit Seide gefüttertwar, und sie hielten ihn mit einem Kissen in die Höhe. Wie er nun die Größe desSchlosses und alle diese Sklavinnen und Diener zu seinem Dienste bereit sah, lachte erüber sich selbst und sagte: „Bei Gott! ich weiß nicht, ob ich schlafe oder wache." Baldstand er auf, bald setzte er sich wieder. Die Mädchen lachten heimlich über ihn. Erward ganz verwirrt in seinem Kopse und biß sich auf die Finger, bis es ihn schmerzte;dann schrie er und wurde böse. Der Chalif sah ihm zu, ohne von ihm bemerkt zuwerden, und lachte. Abul Hassan wandte sich zu einer Sklavin und rief ihr zu;als sie kam, sagte er: „Beim erhabenen Gott! bin ich der Fürst der Gläubigen?"Sie sagte: „Ja, Herr! beim allmächtigen Gott! du bist jetzt Fürst der Gläubigen."Er sagte: „Du lügst, Dirne!" Er wandte sich dann zu einem andern Diener undrief ihm zu; als der kam und die Erde vor ihm küßte, fragte er: „Wer ist der Fürstder Gläubigen?" Der Diener antwortete: „Du, Herr!" Da sagte er: „Du lügst,Schurke!" Er wandte sich dann zu einem andern Verschnittenen.
Schehersad schloß für heute und fuhr die folgende Nacht also fort: