Iwerhundert
-reiun-stebenzigste Nacht
Tindbad erzählte weiter: So zogen wir fort bis in die Stadt Serendib, svhieß nämlich die Insel, worauf wir uns befanden, und woselbst mich die Schwarzenihrem König verstellten. Ich »äderte mich dem Throne, worauf er saß, und grüßte ihn,wie man die Könige Indiens zu grüßen Pflegt, indem ich mich zu seinen Füßen warfund die Erde küßte. Der König hieß mich aufstehen, empfing mich sehr huldvoll, hießmich vortreten und Platz bei ihm nehmen. Zuerst fragte er mich nach meinem Namen;ich erwiderte ihm, daß ich Sindbad der Seemann heiße, von den vielen Reisen,die ich zur See gemacht habe. Meine Heimath sey Bagdad. Seine zweite Frage war:„Wie und auf welche Weise kommst du in meine Staaten?"
Ich verbarg ihm nichts und erzählte ihm dasselbe, was ihr so eben gehört habt.Er war davon so angenehm überrascht, daß er sogleich befahl, man solle die Erzählungmeiner Abenteuer mit goldenen Buchstaben aufschreiben und in den Archiven seinesReiches niederlegen. Darauf brachte man das Floß und öffnete die Päcke in seinerGegenwart. Er bewunderte die Menge Alocbäume und grauen Bernsteine, aber nochmehr die Rubinen und Smaragde; denn er hatte in seinem Schatze ihres Gleichen nicht.
Da ich bemerkte, daß er meine Kostbarkeiten mit Vergnügen betrachtete und dieausgezeichnetsten darunter Stück für Stück in's Auge faßte, so warf ich mich ihm zuFüßen und nahm mir die Freiheit, ihm zu sagen: „König! nicht sowohl mein Leben
ist zu deinem Dienste, sondern auch die Ladung meines Floßes, und ich bitte Ew. Majestät,