Zweihundert und achtundsechzrgste Nacht.
Sindbad schloß mit diesen Worten die Erzählung seiner vierten Reise und versetzte seineZuhörer in weit größeres Erstaunen darüber, als über alle vorhergehende. Er machte demLastträger neuerdings hundert Zechinen zum Geschenk, ersuchte ihn, den darauf folgendenTag um dieselbe Stunde wicderzukommen, da er ihm seine fünfte Reise erzählen wolle.Der Lastträger nahm sie, dankte und ging mit gerührtem Herzen fort. Den darauffolgenden Tag, als sie Alle beisammen waren, setzten sie sich zur Tafel und ließen sich'swohl schmecken. Sindbad fuhr darauf fort:
Die Genüsse übten noch nicht solche Gewalt auf mich aus, daß ich nicht schnell dieausgestandenen Leiden und Strapazen vergessen hätte. Noch immer reizte mich der Trieb,fremde Länder zu sehen; ich kaufte daher Maaren, ließ sie einpacken, auf Wägen ladenund reiste damit in einen Seehafen ab. Um nicht von einem Schiffscapitän abhängig zuscpn und um selbst über ein Schiff befehlen zu können, ließ ich eines nach meiner Angabebauen und ausrüsten. Als es vollendet war, wurde es beladen; ich schiffte mich daraufein und nahm, da noch Raum darin war, Handelsleute verschiedener Nationen mitihren Maaren auf.
Mit gutem Winde stachen wir in die See und waren bald weit vom Lande. Nacheiner langen Reise war der erste feste Punkt, dem wir uns näherten, eine verlasseneInsel, wo wir ein Ei des Vogels Noch von gleicher Größe, wie ich es auf meinerfrühern Reise gesehen hatte, fanden. Das Junge war gerade im Begriff herauszuschlüpfen,und dessen Schnabel war schon sichtbar.
Schehersad hielt inne und fuhr die folgende Nacht weiter:
Fünfte Reife Sindbads.