Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
89
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Zweihundert und siebenundscchzigste Nacht.

Eeremonie vorüber war, bedeckte man die Oeffnung des Brunnens mit dem großenStein, ohne sich um das Uebermaß meines Kummers und mein Webklagen zu kümmern.Je mehr ich mich dem Grund der Tiefe näherte, konnte ich bei dem Lichte, das vonoben fiel, die Lage dieses unterirdischen Ganges näher betrachten. Es war eine sehrweite Höhle, die wohl fünfzig Ellen tief seyn mochte. Wenige Augenblicke, nachdem ichunten angekommen war, war ich von einem unerträglichen Gestank, der von zahllosenLeichnamen, die rechts und links um mich lagen, herrührte, wie betäubt; es schien mirsogar, als richteten sich einige derselben auf und stieße» tiefe Seufzer auf. Als ichunten ankam, hatte ich dennoch Muth genug, aus der Bahre herauszutreten und michvon den Leichnamen zu cutfernen, indem ich mir die Nase zuhielt. Ich warf mich zurErde, weinte lange bitterlich, und dachte bei mir: Es gibt keinen Schutz und keine

Hülfe, außer bei Gott, dem Erhabenen! Es geschehe Gottes Wille! Ist cs aber nichtdcuie eigene Schuld, Sindbad, daß du einem so schrecklichen Ende entgegen gebst!Wollte Gott, du wärest bei einem der Schiffbrüche umgekommcn, du wärest wenigstensnicht auf so jämmerliche Weise gestorben; aber daran ist dein verdammter Geiz Schuld.Unglücklicher! warum konntest du nicht ruhig zu Hause bleiben und friedlich die Früchtedeiner Arbeiten genießen L

Tausend »nd eine Nackt,

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