Zweihundert und sechzigste flacht. ' HZ
dcr Höhlen, worin ich mich sicher glaubte. Den Eingang, der nieder und eng war,verstopfte ich mit einem großen Stein, um mich vor den Schlangen zu schützen; derselbepaßte jedoch nicht so sehr, daß nicht noch einiges Licht eindringcn konnte. Unter demGeräusch, das die Schlangen machten, verzehrte ich einen Theil meiner Lebensmittel.Ihr abscheuliches Zischen verursachte mir ein großes Angstgefühl und ließ mich die ganzeNacht durch nicht ruhig schlafen, wie ihr euch wohl denken könnt.
Mit Anbruch des Tages krochen die Schlangen in ihre Dunkelheit zurück. Zitterndverließ ich alsdann meine Grotte und ging, ich kann es wohl sagen, lange über Diamanten,ohne mir die Mühe zu geben, sie aufzuheben; später setzte ich mich auf einen Steinund schlief trotz der Unruhe, i» der ich die ganze Nacht zugebracht hatte, da ich keinAuge hatte schließen können, ein, nachdem ich nochmals ein kleines Mahl genommenhatte. Kaum war ich eingeschlafen, als etwas mit großem Geräusch mir zur Seite fielund mich aufweckte. Es war ein großes Stück frisches Fleisch, und kurz darauf sah ichmehrere andere an verschiedenen Stellen die Felsen herabfallen.
Ich hatte es stets für ein Märchen gehalten, was mir Matrosen und andere Personenüber das Diamantenthal und die Geschicklichkeit, mit der Handelsleute diese kostbarenSteine auffinden, erzählten; nun überzeugte ich mich von der Wahrheit. Die Handelsleutebegeben sich nämlich in die Nähe des Thales zur Zeit, wenn die Adler Jungen haben.Sie schneiden alsdann Fleisch ab und werfen es in großen Stücken hinab, damit sichdie Diamanten, auf deren spitzen Theil sie fallen, daran hängen. Die Adler, diein diesem Lande größer und stärker sind, als sonst wo, stürzen sich auf diese Fleischstückeherab und tragen sie in ihre Nester auf den Felsenspitzcn, um ihre Jungen damit zufüttern. Alsdann gehen die Handelsleute auf die Nester los und zwingen durch starkesRufen die Adler, so wie sie sich darin gesetzt haben, sich zu entfernen, worauf sie dieDiamanten von den Fleischstücken lösen und mitnehmen. Sie bedienen sich dieser List,weil es kein anderes Mittel gibt, um die Diamanten aus diesem Thale zu holen, daNiemand in dessen Tiefe hinabsteigen kann.
Bisher verzweifelte ich an der Möglichkeit, aus diesem Abgrunde herauszukommen,den ich schon als mein Grab betrachtete; nunmehr schöpfte ich Hoffnung, und das, wasich so eben gesehen hatte, gab mir die Mittel zur Rettung meines Lebens an dieHand.
Der Tag brach hier an und Schehersad war gezwungen, aufzuhörcn. Sie fuhrdie darauf folgende Nacht fort: