Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
57
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Zweihundert und neumiiidfuiiszigste 1'Iacht 0?

einen Ballen, nahm einiges Kostbare*heraus, schenkte es dem König Mnrdjan undsagte ihm, daß dieser Capitän.der Herr des Schiffes sey, auf dem ich war, woraufer mich sehr ehrte und mir viele Geschenke machte. Ich verkaufte dann meine Ladung undgewann sehr viel daran; dann kaufte ich andere Waareu von dieser Stadt, packte sic! ein und brachte sie auf's Schiff. Nachdem ich vom König Mnrdjan, der mir nochviele Geschenke machte, Abschied genommen hatte, reisten wir mit Erlaubniß des erhabenenGottes ab. Die Bestimmung begünstigte uns mit einem guten Wind, und wir reistenglücklich Tag und Nacht, von Insel zu Insel und von Meer zu Meer, bis wir inBaffora aukamen. Freudig über unser Wohl gingen wir in die Stadt, und nach einemkurzen Aufenthalt daselbst wendeten wir uns nach Bagdad, welches wir im bestenWvhlseyn erreichten. Ich hatte eine Menge Waaren bei mir, welche ich größtentheilsgleich nach meiner Landung mit großem Gewinn verkaufte; ich ging dann in meinStadtviertel, grüßte meine Nachbarn und Freunde, kaufte mein Haus wieder und!! bewohnte es mit allen meinen Verwandten, die sich sehr über mein Glück freuten, !^ Dann kaufte ich viele Sklavinnen und Sklaven, Häuser und Güter, schöner als die!^ frühern waren, die ich batte verkaufen müssen. Ich schaffte mir Alles wieder neu an,und ließ es von damals an bis jetzt an nichts fehlen. Alle meine Leiden vergaß ich inkurzer Zeit, und lebte wieder ganz in der schönsten Freude, in angenehmer Gesellschaft,bei gutem Essen und Trinken. Das ist's, was meine erste Reise betrifft.

Doch die Nacht umgibt uns schon; du hast uns durch deine Besuche viel Freudegemacht; bleibe daher noch bei uns zum Nachtessen. Komme dann morgen wieder, damitich dir mit Gottes Segen erzählen kann, was mir auf der zweiten Reise begegnet ist.Als das Nachtessen vorüber war, ließ Sindbad dem Lastträger 100 Dinar auszahlen.Derselbe nahm sic an und ging seines Weges, ganz erstaunt über das, was er gehörthatte; ebenso alle anwesende Freunde Sindbads.

Der Lastträger konnte kaum den Tag erwarten, als er aufstund, sich wusch, seinMorgengebct verrichtete und zu Sindbad dem Seefahrer ging. Erwünschte ihm gutenMorgen, küßte die Erde zu seinen Füßen und dankte ihm für seine Wohlthateu. Drauf,da die übrigen Freunde auch schon da waren, bildeten sie einen Kreis um ihn, wieam ersten Tage. Sindbad der Seefahrer bewillkommte den Lastträger und sagte zuihm:Deine Gesellschaft ist uns sehr angenehm." Hierauf hieß er sie sich zum Tische,der mit den köstlichsten Speisen bedeckt war, setzen, und sie ließen sich cs wohl schmecken.An auserlesenen frischen und trockenen Früchten, Leckerbissen, Wohlgerüchen von Blumenward nichts gespart. Als sie sich satt gegessen und getrunken hatten, sprach der Seefahrer

Tausend und eine Nacht. 11,

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