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Äreiundfünhigste Nacht.
Nls der Prinz diese Verse hörte, ward sein Herz ganz entzündet von der Flammeder Sehnsucht; Schmerz und Trauer überwältigten seine Seele, und da er nicht hoffendurste, die Einwilligung seines Vaters zur Abreise zu erhalten, so verließ er ihnheimlich, bestieg das Pferd aus Ebenholz und flog auf ihm in Einem fort, bis er dasSchloß der Prinzessin erblickte. Er ließ sich wieder auf der Terrasse nieder und stiegdieselbe Treppe wie früher hinab, wo er auch den Sklaven, wie das erste Mal, schlafendfand; leise ging er an ihm vorbei auf den Vorhang zu, der die Thüre des Schlafgemachesder Prinzessin bedeckte; er trat aber nicht sogleich hinein, sondern blieb hinter dem Vorhängestehen und blickte nach seiner geliebten Prinzessin. Diese sah er wie das erste Mal aufdem Throne liegen, aber nicht schlafend, sondern laut weinend und jammernd, baldrang sie verzweislungsvoll ihre zarten Hände und drückte ihre rothgeweinten Augen indie Kissen, bald richtete sie sich wie im Fieber wieder auf und recitirte Verse, welchedie Qualen der Liebe und der Trennung schilderten, so daß dem Prinzen selbst dieThränen aus den Augen drangen und er sich halb ohnmächtig an die Thürpfosten lehnenmußte. Die Mädchen wurden durch das laute Schluchzen und Weinen der Prinzessin aus