Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
11
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Zweihundert und eiliundfünfzijiste Flucht. j j

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zu fragen; und nun stieg das Pferd mit ihm in die Höhe und flog mit so reißenderSchnelligkeit dahin, daß er bald nur wie ein kleines schwarzes Pünktchen am Himmelerschien und dann gar nicht mehr gesehen wurde. Das Alles war das Werk eineseinzigen Augenblicks. Der König ward, nachdem er sich von seiner Ueberraschung etwaserholt hatte, besorgt um seinen Sohn und fragte den Weisen:Wie kann er abernun das Pferd wieder zur Erde lenken, oder kannst du das bewirken?"Herr,"versetzte der Weise mit schlecht verhehlter Schadenfreude,diese Kunst besitze ich nicht,auch ist's seine und nicht meine Schuld, wenn du ihn bis zum Auferstehungstage nichtmehr wiedersichst. Aus Dünkel und Hochmuth verschmähte er, mich zu fragen, aufwelche Weise das Pferd dahin gebracht wird, wieder niederwärts zu fliegen, und ichselbst dachte im Augenblicke nicht daran, cs ihm zu sagen." Der König gerieth überdiese Worte in so heftigen Zorn, daß er den Weisen schlagen und cinspcrrcn ließ. Erselbst überließ sich seinem Schmerze, schlug sich in's Gesicht und auf die Brust,jammerte und weinte. Die Thore des Palastes wurden geschlossen und alle Festlichkeiteneingestellt; nicht allein der König, seine Gemahlin und Töchter waren von diesemgroßen Unglück so schmerzlich berührt, sondern auch alle Stadtbewohner theilten ihrenKummer über den Verlust des Prinzen. So war auf einmal Lust in Trauer undGlück in Unglück verwandelt, und aus einem Frcudcntagc ein Trauertag geworden.