Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
7
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Zweihundert und fünfzigste Nacht. ^

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drei Töchter gebe und uns zu seinen Schwiegersöhnen annehme." Der König runzeltezwar die Stirne/ als er diese freche Bitte hörte/ doch faßte er sich gleich wieder undsagte:Ich werde mein königliches Wort halten und eurer Bitte willfahren. Manrufe sogleich den Kadhi zu Abfassung der Ehecvntracte!"

Die Prinzessinnen hatten aber hinter einem Vorhänge dem Schauspiele zugesehen/und als sie hörten/ welche Wendung die Sache nahm/ blickten sie nach den Weisen/ihren bestimmten Gemahlen. Die beiden Aeltern waren mit ihrer Untersuchung nicht sehrunzufrieden/ der Grieche und der Indier waren hübsche/ noch nicht allzu alte Männer;als aber die Jüngste ihren künftigen Gemahl/ den Perser/ betrachtete/ entdeckte sie mitSchaudern, daß es ein hundertjähriger Greis war, mit einer Stirne voll Runzeln undFalten, dem alle Haare des Hauptes, der Augenbrauen und des Bartes ausgefallenwaren. Seine Augen waren roth und triefend, und seine Wangen so abscheulich gelbund eingefallen, daß man jeden Knochen seines Gesichts sehen konnte. Er hatte eineNase wie Bedindjan; ^ seine paar Zähne waren braun und locker; seine Lippen blauund lappig, wie Kameelnieren, und seine ganze Haut eingeschrumpst und lcderfarben.In der That, er war ein Wunder von Häßlichkeit und von einer ganz unbekanntenRahe; der Abscheulichste unter allen Menschen, glich er ganz und gar einem Teufel, sodaß selbst die Vögel vor ihm in ihr Nest flohen. Und dieses Ungethüm sollte der Gatteeines Mädchens werden, das das schönste und liebenswürdigste ihrer Zeit war; flinker

' Ein Gemüse in der Form von Gnrkcn.