Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
861
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Zweihundert und siedenunddreißigfte Nacht. 861

der Ebenholzinseln: wenn mein Gemahl, der Prinz Kamr essaman, noch am Lebenist, so muß er auf dem Wege nach dem Reiche seines Vaters nothwendig hieher kommen,und ich bin verpflichtet, nicht nur mich, sondern auch die mir zu Theil gewordeneHerrschaft für ihn zu erhalten. Alles wohl erwogen, wird mir das nur dann möglich,wenn ich mich der Prinzessin eröffne.

Nachdem Bedur sich auf diese Weise entschlossen hatte, das Geheimniß ihresGeschlechts der Prinzessin Haiat al Nufus auf's Ungewisse hin anzuvertrauen, erhobsie ihr Haupt, sah ihr forschend in's Gesicht und sprach, nicht in dem bisher vonihr angenommenen rauhen Männerton, sondern mit ihrer natürlichen Frauenstimme:Liebenswürdigste und reizendste Prinzessin, ich habe Unrecht, ich gestehe es, und verurthcilemich selbst. Aber glaube nicht, daß es Eigensinn oder Geringschätzung ist, was michbestimmt hat, so zu handeln; die sonderbarste Verkettung der Umstände hat mich dazugezwungen."

Zu gleicher Zeit entblößte die Prinzessin Bedur ihren Busen und fuhr fort:Dusiehst, meine Theure, ich bin ein Weib wie du, und wirst mir meine Verstellungverzeihen, wenn du meine Geschichte gehört hast."

Nachdem hierauf die Prinzessin Bedur der Prinzessin von den Ebenholzinseln ihrganzes Schicksal mitgethcilt und sie besonders von dem außerordentlichen Zufall unterrichtethatte, der sic nöthigtc, die Rolle ihres eigenen Gemahles zu spielen, bat sie dieselbe,