Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Jiveihun-ert und sechsunddreißigste Nacht.

Schehersad fuhr fort: Sobald sich Kamr essaman von der ersten Uebcrraschungerholt hatte, lief er auf den Vogel zu, um ihm den Stein wieder abzujagen; wie eraber herankam, flog der Vogel auf und setzte sich in einiger Entfernung abermals aufdie Erde. Der Prinz verfolgte ihn wieder, und der Vogel flog weiter. Der Prinz,der sehr gewandt war, hoffte ihn durch einen Stcinwurf zu tödtcn und lief ihmnochmals nach. Je mehr sich der Vogel von ihm entfernte, desto hitziger ward derPrinz in seiner Verfolgung, um ihn nicht aus dem Gesicht zu verlieren.

lieber Thäler und Hügel, bergauf, bergab, lockte der Vogel so den ganzen Tagden Prinzen hinter sich her, indem er ihn immer weiter von dem Lagerplatz und derPrinzessin Bedur entfernte. Es wurde Abend, und anstatt sich in ein Gesträuch zuducken, wo Kamr essaman ihn in der Dunkelheit hätte erhaschen können, schwang ersich auf den Gipfel eines hohen Baumes, wo er in Sicherheit war.

Kamr essaman blieb erschrocken stehen und überlegte, ob er den Vogel weiterverfolgen oder zurückkehren sollte. Ungeachtet er den Stein, dessen Verlust er nur seinerunzeitigen Neugier zuschreiben konnte, gar zu gern wieder gehabt hätte, so entschloß ersich doch, zu seiner geliebten Gemahlin zurückzukehren und durch getreue Erzählung desunglücklichen Vorfalls ihre Verzeihung zu erbitten. Aber als er sich umsah, welchenWeg er einschlagen sollte, überzeugte er sich mit Schrecken, daß er nicht mehr wußte,wo er hergekommen war. Darüber war es völlig Nacht geworden, und überwältigt