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1 (1838)
Entstehung
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844
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844 Zweihundert und vierunddreihigste Nncht.

dessen gutes Aussehen, edler Anstand und große Jugend allgemeine Theilnahme erweckten.Wo denkst du hin, Herr?" sagten die Zunächststehenden zu ihm;welche Raserei

treibt dich, dein junges Leben einem gewissen Tode auszusctzcn? Ist es den» ein so

großes Glück, eine närrische Prinzessin zur Frau zu bekommen? und haben dich dieKöpfe, die du dort oben siehst, nicht abgeschrecki? Um Gottes willen, sep vernünftigund entferne dich!"

Aber der Prinz Kamr essaman blieb standhaft bei allen diesen Vorstellungen,und als er Niemand kommen sah, um ihn hineinzuführen, so wiederholte er seine»

Ausruf mit einer Zuversicht, die Alle mit Schauder erfüllte.Er ist entschlossen zusterben," riefen sie,Gott erbarme sich seiner Jugend und seiner Seele!"

Kamr essaman ries mit lauter Stimme zum dritten Mal, und jetzt endlich kamder Großvezier des Königs von China und führte ihn hinein.

Sobald der Prinz den König, der aus seinem Throne saß, erblickte, warf er sichnieder und küßte den Boden vor ihm. Der König, welchem der erste Anblick des

jugendlichen Wagehalses inniges Mitleid cinflößte, hieß ihn näher treten und sich nebenihn setzen.Mein Sohn," sagte er zu ihm,ich kann kaum glauben, daß du in deinemAlter dir schon Erfahrung genug erworben habest, um ein so gewagtes Unternehmenausführeu zu können. Wohl möchte ich wünschen, daß es dir gelänge, und mit Freudenwürde ich die Bedingung erfüllen und dich zu meinem Eidam und Mitregenten ausnehmen;aber hast du auch bedacht, daß ich zugleich geschworen habe, Jedem, der die Heilungmeiner Tochter unternimmt und nicht bewirkt, den Kopf abschlagcn zu lassen? Ich bittedich, überlege es wohl: noch ist es Zeit, daß du von deinem Vorhaben abstehest und mirden Kummer ersparest, ein neues Opfer fallen zu sehen."

Großmächliger König," erwiderte Kamr essaman,du irrest dich sehr, wenndu wähnest, daß ich nicht Alles wohl bedacht habe. Ich komme aus einem weit entlegenenLande und bin meiner Kunst so gewiß, daß du dich um meinetwillen nicht zu grämenbrauchst. Ich flehe dich also an, meine Ungeduld nicht länger auf die Probe zu setzen,und erkläre dir hier vor diesen Zeugen, daß ich mich deinen Bedingungen bereitwilligunterwerfe."

Der König von China befahl nun einem Diener, Kamr essaman zu der PrinzessinBedur zu führen. Der Diener ergriff seine Hand und ging mit ihm durch die Halle.Je näher Kamr essaman dem Gemach der Prinzessin kam, desto größer wurde seineUngeduld: er ließ die Hand seines Führers los und eilte so schnell vorwärts, daß erstrauchelte und beinahe zu Boden gefallen wäre. Der Diener, welcher ihm kaum folgen