Zweihundert und dreiunddrei^igste Nacht. 8-l-i
wickelte einige Stücke von dem Pferdefleisch hinein. Auf gleiche Weise machte er esmit seinem eigenen Obcrklcid und warf die Fetzen hierhin und dorthin, rechts undlinks, auf den Kreuzweg.
Der Prinz Kamr essaman fragte Marsawan, was er damit beabsichtige.„Mein Freund," antwortete Marsawan, „sobald der König, dein Vater, sehen wird,daß wir länger als eine Nacht ausbleiben, wird er uns nachschicken und uns aufsuchenlassen. Kommen nun seine Leute bis hieher und finden diese zerrissenen Kleider und dieseSpuren von Fleisch und Blut, so werden sie nicht zweifeln, daß uns entweders Straßenräubcr ermordet oder wilde Thiere gefressen habe». Der König wird dieHoffnung aufgebe», dich lebend wieder zu finden, und wir können indessen gemächlichunsere Reise sortsctzen." — „Braver Marsawan," erwiderte Kamr essaman, „duhast wohlgethan: wenn ich es recht überlege, so kann ich deine sinnreiche Erfindungnicht anders als billigen."
Der Prinz und Marsawan, welche sich hinreichend mit Gold und Juwelenversehen hatten, setzten hierauf ihre Reise ohne ferneren Aufenthalt zu Land und zuWasser fort, bis ihnen endlich nach Verfluß geraumer Zeit die Kuppeln und Minaretsder Hauptstadt des Königs von China entgegen leuchteten. Dieser Anblick erfüllte siemit großer Freude. Sie wünschten sich gegenseitig Glück, und Kamr essaman
umarmte seinen Freund mit dankbarer Rührung.
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Tausend und rin« Nacht, l.