Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
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Iwerhun-ert nn- zweiunddreißigste Nacht.

Schehersad fuhr in ihrer Erzählung fort: Als Marsawans Mutter dieshörte, senkte sie den Kopf, um darüber nachzudcnkcn; nach einer Weile erhob sie ihnwieder und sagte zu ihm:Mein Sohn! ich kann dir jetzt noch nichts Bestimmtessagen; aber erwarte mich morgen um dieselbe Stunde, dann werde ich dir Antwortbringen."

Da nun außer der Amme und noch einigen alten Frauen Niemand sich derPrinzessin nähern durfte ohne Erlaubniß des Verschnittenen, der die Wache an derThüre befehligte, und tza die Amme wohl wußte, daß dieser erst kurze Zeit im Dienste,und daß ihm noch unbekannt war, was am Hofe des Königs von China vorgegangen,so wandte sie sich an denselben und sagte zu ihm:Du weißt, daß ich die Prinzessingesäugt und aufgezogen habe; aber vielleicht weißt du nicht, daß ich sie zugleich miteiner Tochter von gleichem Alter gesäugt, die ich vor einiger Zeit verheirathet habe.Die Prinzessin, welche ihrer noch immer mit Liebe gedenkt, möchte sie gern sehen; aber siewünscht es auf solche Weise, daß Niemand sie weder herein, noch hinaus gehen sehe."

Die Amme wollte noch weiter reden; aber der Verschnittene unterbrach sie undsagte zu ihr:Schon genug! der Prinzessin zu Gefallen thue ich Alles, was sich mitder nöthigen Vorsicht vereinbaren läßt. Komm' in Gottes Namen diese Nacht mitdeiner Tochter, nachdem sich der König entfernt hat: die Thüre soll euch offen stehen."

Sobald die Nacht anbrach, ging die Amme zu ihrem Sohne Marsawan, ^ogihm Frauenkleider an, putzte und schminkte ihn und führte ihn nach dem Palaste. DerVerschnittene öffnete die Thür und ließ sie eintreten.