Juieihnn-ert und einun-dreißigste Nacht.
Schehersad erzählte weiter: Die Prinzessin Bedur antwortete aus die Frageihres Vaters: „Mein Herr und Vater/ reden wir nicht davon; gib mir nur schnell denJüngling zum Gatten/ der diese Nacht bei mir geschlafen hat."
„Was/ meine Tochter/" versetzte der König/ „hat Jemand diese Nacht bei dirgeschlafen?" — „Wie/ mein Vater/" erwiderte die Prinzessin/ „du fragst mich noch/und ich weiß doch gewiß, daß es dir nicht unbekannt ist? Es ist der schönste Jüngling,den je die Sonne beschienen hat. Damit du nicht zweifelst/ daß er bei mir gewesen, sobeliebe hier diesen Ring anznsehen, den ich von ihm habe."
Sie streckte die Hand hin, und der König von China wußte nicht, was er sagen sollte, alser sah, daß es ein Mannsring war. Weil er aber ihre ganze Erzählung nicht begreifenkonnte und sie schon früher als eine Wahnsinnige hatte einsperr-en lassen, so hielt er sienoch für eben so toll, ließ ihr Fesseln anlegen, brachte sie in noch engeren Gewahrsamund verließ sie höchst traurig, nachdem er ihr einige alte Frauen zur Bedienung gegebenund eine starke Wache vor die Thüre gestellt hatte.
Er berief den Vezier und die Großen seines Reichs und setzte sie in Kenntniß vondem, was seiner Tochter widerfahren war. Er sagte ihnen, daß er an ihrem Fingereinen werthvollen Ring gesehen habe, und fügte hinzu: „Wenn Jemand so geschickt ist,ihre Heilung zu unternehmen und zu bewirken, so will ich sie ihm zur Frau geben undihn zum Erben meines Reiches einsctzen; wer aber ihre Heilung unternimmt und sie