Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
794
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794 Zweihundert und j'echsnndzwanzigste Nacht.

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In diesem Thurme befand sich ein Brunnen, welcher einer guten Fee von denNachkömmlingen des verfluchten Jblis, die der große Salomo zur Erkenntniß Gotteszwang, während des Tages zum Aufenthalt diente. Sie hieß Maimuna und wardie Tochter Damerjads, eines Königs der Genien. Es war um Mitternacht, alsMaimuna sich leicht aus dem Brunnen cmporschwang, um nach ihrer Gewohnheit dieWelt zu durchstreifen, wohin etwa die Neugier sie führen möchte. Sie war sehrverwundert, in dem Thurm, in welchem sich seit vielen Jahren Niemand aufgchaltcnhatte, Licht zu erblicken, und schwebte hinein. Ohne sich bei dem Sklaven, der an derThüre schlief, aufzuhalten, näherte sic sich dem Bette, vor welchem die Lampe brannte,und.war noch mehr erstaunt, als sie Jemand darin schlafen sah.

Der Prinz Kamr essama» hatte das Gesicht halb unter der Decke verhüllt.Maimuna hob sie ein wenig auf und erblickte einen Jüngling, dessen Antlitz Hellerstrahlte, als die Flamme des Lichtes neben seinem Bette. Sie war ganz betroffen überdiese Fülle von Schönheit und Anmuth, und stand eine Zeitlang in seinem Anblickverloren. Plötzlich besann sie sich und sprach zu sich selber, nachdem sie im Stillen denSchöpfer gepriesen, der ein Geschöpf von solcher Vollkommenheit hervorgebracht:Welchein Glanz oder vielmehr welch ein Wunder von Schönheit muß dies nicht seyn, wenndie Angen, welche durch so wohlgebildete Augenlieder bedeckt sind, sich öffnen! Bei Gott,ich will ihm nichts zu Leide thun! Ein solches Gesicht könnte auch bei bösen Geister»