Zweihundert und siebente Nncht. 675
sehnt sich nach deiner Jugend, und wenn du Lust hast hinzugehen, so darfst du nichtlänger säumen. Deine Frauen werden dir dasselbe sagen."
Die Gemahlin des Veziers bedachte, daß sie seit mehreren Tagen nicht im Badgewesen war, und beschloß, die Gelegenheit zu benutzen. Die Sklavinnen bestätigtendie Worte der schönen Perserin und versahen sich sogleich mit Allem, was dazu nöthigwar. Die Gemahlin des Veziers erhob sich hierauf und sprach: „So kommt denn, imNamen Gottes!" Die Sklavinnen thaten deßgleichen, und Anis Aldjalis begab sichnach ihrem Zimmer. Bevor sich jedoch die Gemahlin des Veziers entfernte, gebot siezwei kleinen Sklavinnen, vor der Thüre des Zimmers von Anis Aldjalis Wachezu halten, und sagte zu ihnen: „Gebet wohl Acht, daß Niemand sich nähere undhineingehe!"
Während nun die Gemahlin Badhladdins im Bade war, und Anis Aldjalis inihrem Zimmer allein der Ruhe Pflegte, erschien Nureddin Ali, der Sohn des Veziers,in den Gemächern seiner Mutter. Als er diese hier nicht fand, ging er rasch auf dasZimmer der schönen Perserin zu, vor dessen Thür er die zwei zurückgelassenen Sklavinnentraf. Er fragte sie, wo seine Mutter und ihre Sklavinnen sepcn.
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