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1 (1838)
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Zweihundert und vierte Nacht.

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Grabmale zu bestatten. Seither stellte er auch keine Nachforschungen nach dem zwischenden Liebenden bestandenen Verhältnisse, welches die Ursache ihrer Leiden und ihresTodes war, mehr an. Sonst würden ich und du seiner Rache schwerlich entgangen sepn.

Nun," fuhr sie fort,hörte ich aber von dir, daß Ali's Ueberreste von seinerMutter abgeholt werden, um sie, seinem letzten Wunsche gemäß, hier beizusetzen; ich bittedich daher' bei dem allmächtigen Gott, mir zu sagen, wann dies geschehen wird, damitich Anstalten treffen kann, daß die Leiber der Liebenden, deren Seelen längst wiedervereinigt sind, in ein Grabmal kommen."

Der Juwelier antwortete:Dies kann nicht geschehen; bedenke das Aufsehen, dasdiese Bcgräbnißfeier bei den Einwohnern der Stadt machen würde, und daß dies vor-dem Chalifen nicht geheim gehalten werden könnte." Die Vertraute entgegnete:Duhältst dies für unmöglich; wisse aber, daß dem nichts im Wege steht, da der Chalifallen Frauen Schems Unnahars die Freiheit mit ansehnlichen Jahrgehalten schenkte,und mir die Aufsicht über das Grab seiner Favoritin übertrug, woselbst ich den Nestmeines Lebens zuzubringen gedenke. Auch läßt sich nicht erwarten, daß der Chalifetwas dagegen haben werde, da ihm ja das Verhältniß der Liebenden nicht mehrunbekannt ist."

Der Juwelier erwiderte:Wenn sich die Sache so verhält, habe ich nichts gegendeinen Plan einzuwenden. Führe mich daher nur sogleich an den Begräbnißplatz."

Zu seinem großen Erstaunen traf er, als er dort ankam, eine Menge Volks, so daßer sich nur mit Mühe durchdrängen konnte. Er verrichtete hieraus sein Gebet undnachdem er dies beendigt hatte, trat er zu der Vertrauten und sprach zu ihr:Wirwollen jetzt die ganze Liebesgeschichte der beiden Verstorbenen bekannt machen, wobeiwir besonders zu erwähnen nicht unterlassen dürfen, daß Beide beinahe im gleichenAugenblicke gestorben sind. Es werden dann alle Bewohner Bagdads verlangen, daßdie Leiber der Liebenden zusammen begraben werden sollen, was unserem Planewesentlichen Vorschub leistet."

Wie vorauszusehen, so geschah es auch: denn, als am vierten Tage die Nachricht vonder Ankunft des Leichnams aus Anbar sich verbreitete, drängte sich eine zahllose Volksmengedem Thore, das dahin führt, zu; ja viele Tausende von Menschen gingen dem Zuge sogarZwanzig Meilen weit entgegen. Als die Mutter sich den Thoren Bagdads näherte, legteman ihr die Bitte um Vereinigung der beiden Leichen vor, in welche sie auch alsobaldeinwilligte. Unter großem Gedränge der versammelten Menschen, die dem Zuge folgten,fand die Beisetzung statt. Die Vertrante und der Juwelier fehlten nicht. Es war

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