Zweihundert und dritte Nacht. 653
tiefsten Ehrfurcht, und drücke ihr mein Bedauern aus, daß sie des letzten Trostesberaubt worden sey, bei meinem Scheiden gegenwärtig zu seyn und mir die Augenzudrücken zu können. An ihrer Stelle'wirst du mir diesen letzten Dienst erweisen.Bezeige ihr meinen Schmerz, ohne Abschied von ihr sterben zu müssen, und bitte sie inmeinem Namen, meinen Leichnam nach Bagdad bringen zu lassen, wo ich ruhen will undwo ihr Gebet an meinem Grabe mir hülfreich seyn wird." Da der Juwelier sah, daßAli's Zustand wirklich bedenklich war, so rief er den Wirth zu Hülfe. Bei dessenAnblick sprach Ali zu ihm: „Ich danke dir für deine so edelmüthige Aufnahme indeinem Hause und für die mir erwiesene Freundschaft; es thut mir nur leid, dieselbenicht erwidern zu können, allein wie du siehst, so ist es um mich geschehen. Ich habenur noch eine einzige Bitte an dich: bewahre meinen Leichnam so lange auf, bis meineMutter ihn bei dir abholen läßt."
ML