Druckschrift 
1 (1838)
Entstehung
Seite
634
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03-4 Hundert und >,chtund>leniizi»,Iie Nacht.

gehorchten. Die zwei Träger, welche die Effekten getragen halten, setzten diese niederund verließen ihn. Die große Ermüdung vom verflossenen Tage, die ausgcstaudcnc Angstund das erlittene Ungemach und die schlaflos zugebrachtc Nacht hatten seine Kräfte ganzerschöpft und ihn beinahe zur Unkenntlichkeit verändert. Er wurde von den Seinigenniedergelegt, in welcher Lage er die ganze Nacht hindurch verblieb. Am andern Morgen,als er erwachte, standen seine Frau, sein Kind und seine Freunde um ihn herum undbestürmten ihn mit Fragen über die Ereignisse des vorigen Tags. Er erwiderte ihnenhierauf, daß er zu viel getrunken habe und dadurch in den Zustand gerathen scy, inwelchem sie ihn getroffen hätten. Die Leute schüttelten ungläubig den Kops, gingen aberendlich fort. Hierauf verlangte er Wasser, wusch sich Gesicht und Hände und trankauch den ihm gereichten Wein. Er fühlte sich aber so entkräftet, daß er zu seinerErholung zwei Tage zu Hause bleiben mußte, während welcher Zeit er nur den Besuchvon einigen seiner vertrautesten Freunde annahm. Am dritten Tage, als er sich wiedergestärkter fühlte, begab er sich ni's Bad, worauf er einen Ausgang, um frische Luft zuschöpfen, machen wollte. Seinen Freunden, welche ihm die kostbaren Geräthc undandern Sachen geliehen batten, gab er von ihrem Eigcnthume wieder zurück, was nochin seinen Händen war, und versprach, das Fehlende zu ersetzen. Sie aber sagten ihm,daß Einiges von dem Gestohlenen von einem Manne, der sich schnell wieder entfernthabe, in den Hausgang geworfen worden sey.

Im Herzen fühlte der Juwelier eine brennende Begierde, das Schicksal ScheinsUnnaharö und A li's zu erfabren, und doch wagte er aus Furcht nicht, sich Al i's Wohnungzu nähern. In diesem Zustande wandte er sich zu Gott, gelobte, seinen früher» Lebenswandelwieder einzuschlagen, und suchte sich über seinen erlittenen Verlust zu trösten. Sein ersterGang war auf den Leinwaudmarkt zu einem seiner Freunde, einem reichen Kaufmanne, mitdem er sich lange unterhielt. Als er sich entfernen wollte und von seinem Freunde Abschiednahm, erblickte er eine Frau, die ihm zuwinkte und in welcher er sogleich die VertranteScheins Uunahars erkannte. Furcht und Freude wechselten schnell in ihm, und erentfernte sich schleunigst, ohne sie anzuschcn, da der Ort zu einer Unterredung mit ihmnicht geeignet war; wie er wohl wußte, folgte sie ihm. So oft er aber stehen bleibenwollte, überfiel ihn eine ungeheure Angst, weil er cs nicht wagen durfte, öffentlich mitihr zu sprechen, um nicht den Verdacht zu erregen, als ob er mit Scheins Unnaharim Verkehr stände, da Jedermann in Bagdad wußte, daß sie ihr angehörte. Er beflügeltedaher seine Schritte so sehr, daß sic ihm kaum mebr folgen konnte, obgleich sie ihm vonZeit zu Zeit zurief, doch stehen zu bleiben und ihr Gehör zu geben. Er hörte es wohl,