sieben« »-neunzigste Nacht.
Schehersad erzählte weiter: So sehr der Juwelier von Anfang bei ihrer Rede!in Angst gerathe» war, so beruhigte ihn doch die Nachricht, daß die Beiden geborgenseyen. Er beschloß daher, die Räuber durch Lobeserhebungen und Schmeicheleien inihrem guten Wille» noch zu bestärken, indem er zu ihnen sagte: „Ich kenne euch zwarnicht, aber ich halte es für ein großes Glück für mich, euch nicht unbekannt zu seyn,und ich kann euch nicht genug für die Güte danken, welche eure Bekanntschaft mirverschafft hat. Einer so menschenfreundlichen Handlung zu geschweige!!, sehe ich nunwohl, daß, seit männliche Tugend verloren gegangen, sie nur bei euch wieder gefundenwerden kann, und daß nur Menschen eurer Art im Stande sind, ein anvertrautesGeheimniß, dessen Verbreitung man fürchtet, in der Brust zu vergraben; hat man eingefährliches Unternehmen, so darf man nur euch damit beauftragen und überzeugt seyn,daß eure Fähigkeiten, euer Muth, Eifer und Entschlossenheit es glücklich ausführen.Im Vertrauen auf eure Einsicht trage ich kein Bedenken, euch sowohl meine Geschichte,als der bei mir getroffenen Personen mit der Aufrichtigkeit zu erzählen, die ihr von mirerwarten könnt." In diesem Sinne sprach der Juwelier noch lange zu den Räubern,bei sich erwägend, daß es in solchen Umständen besser sey, die Wahrheit zu sagen, als! sie zu verbergen, da doch am Ende Alles an Tag kommt. Hierdurch glaubte er einen