Hundert
und
s ü n s undneunzig ste Na ch t.
Schehcrsad erzählte weiter: Scheins Unnahar sang nun folgende Verse:
»Bist du ein treuer Bote, so laß alle Ausschmückungen; sage nichts Anderes,als dir aufgctragcn, und heile mit Wahrheit den Liedckrankeu. Ist dein Auftrageine Weigerung, so wird dadurch eine lobcnswcrthe Standhaftigkeit bewiesen,die, wenn sie lauge dauert, schöne Früchte tragen wird."
Dieser Gesang war so bezaubernd, wie menschliche Ohren ihn nie gehört. Auf! einmal erhob sich aber ein schrecklicher Lärm, ein Schreien und Poltern vor derThnre. Plötzlich trat einer von des Juweliers Dienern herein, der innerhalb der Thüre, Wache gestanden, und sagte: „Man hat unsere Thür eingcbrochcn und wir wissen nicht,
^ wer in der Nacht daherkommt!" Während er dies sagte, schrie ein Mädchen, das aufder Terrasse stand, und es drangen zehn Männer, mit Dolchen und Schwerternbewaffnet, in den Saal; ihnen folgten wieder zehn Andere, gerade so bewaffnet wie